Umbau Sägewerk Kathal
Leistung: Projektentwicklung, Behördenverfahren, Ausführungsplanung, örtliche Bauaufsicht, Kostenermittlung, Innenarchitektur
Projekttyp: Umbau des bestehenden Sägewerkes
Bauwerber: Johann Pabst Holzindustrie GmbH
Standort: Kathal in Obdachegg
Planungsstart: 11.2023
Ausführungsstart: 02.2024
Fertigstellung: 11.2025
Nettonutzfläche Gesamt: ca. 4.500 m²
Bruttogeschossfläche Gesamt: ca. 7.500 m²
Grundstücksgröße: 21.000 m²
Stahlbeton: ca. 2.100 m³
Bewehrungsstahl: ca. 206.000 kg
Stahlfachwerk über Restholzbunker: 130 to
Stahlkonstruktion Maschinenunterbau: 20 to
Wand und Deckenelemente (KLH und CLT): 400 m³
verbaute Kabellängen: ~500 km
Arbeitsstunden Arbeiter aller Firmen: ~ 150.000 h
Planungsstunden: Architektbüro Wieser: 3600h
Am Standort Kathal bei Obdach verarbeitet die Johann Pabst Holzindustrie jährlich rund 400.000 Festmeter heimisches Nadelholz. Mit der umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Sägewerks entsteht ein Ensemble, das Produktionsprozesse optimiert und zugleich architektonisch überzeugt. Das Herzstück des Projekts bildet der Neubau des Haupt- und Seitenwarengebäudes. Zusammen mit Sägelinie, Techniktrakt, Hackgut- und Spänebunker sowie weiteren funktionalen Baukörpern entsteht ein klar strukturierter, kubischer Gebäudekomplex.
Die Fassaden mit Holzschalungen, großformatigen Platten und modernen Metallsandwichelementen verleihen den Gebäuden eine zeitgemäße, hochwertige Erscheinung, während die zurückhaltende Farbpalette aus Grau- und Brauntönen den natürlichen Werkstoff Holz in den Fokus rückt. Durch die hochgezogenen Fassadenelemente tritt die Dachkonstruktion optisch in den Hintergrund – die Baukörper wirken wie flach gedeckt und werden von einer umlaufenden Attika einheitlich abgeschlossen. Horizontale Fensterbänder und bodentiefe Glaselemente durchfluten die Produktionshallen mit Tageslicht, schaffen Orientierung und lassen den industriellen Charakter leicht und transparent wirken. Ergänzt wird die Südwestfassade durch ein freitragendes Vordach, das den Wareneingang überdacht und den industriellen Charakter unterstreicht. An prominenter Stelle am Hackgut- und Spänebunker sowie entlang der Südostfassade zur Bundesstraße werden hinterleuchtete LED-Werbeschriften installiert, die das Firmenlogo prägnant präsentieren.
Mit der Kombination aus modernen Funktionalflächen, klarer Kubatur und hochwertiger Materialität entsteht ein Sägewerkskomplex, der nicht nur effizient, sondern auch architektonisch eigenständig und präsent ist – ein gelungenes Zusammenspiel von industrieller Präzision und stimmiger Gestaltung.
Dankeschön
Ein großes Dankeschön geht an die Johann Pabst Holzindustrie für die jahrelange Treue, das entgegengebrachte Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit. Projekte wie dieses werden nur durch partnerschaftliche Kooperation, gegenseitigen Respekt und gemeinsame Visionen möglich. Wir möchten uns auch bei allen mitwirkenden Firmen und Partnern bedanken, die mit Engagement, Präzision und Leidenschaft zum Gelingen beigetragen haben. Jede Leistung, von Planung über Ausführung bis hin zur Montage, hat dieses Projekt zu einem echten Erfolg gemacht.
Besonders freuen wir uns, dass wir gemeinsam einen Standort schaffen konnten, der nicht nur funktional Maßstäbe setzt, sondern auch architektonisch überzeugt. Solche Partnerschaften sind es, die unsere Arbeit inspirierend und nachhaltig machen – und auf die wir sehr stolz sind.
